Markenbotschafter Innen

Sebastian Manhart 07.01.2013 23:41 0
Markenbotschafter Innen

Heute gehe ich ganz unverfroren mit jungen, sehr ansehnlichen Damen auf Klickfang 😉

Was haben iJustine (Justine Ezarik), Jenna Marbles, Elle & Blair Fowler und Harto (Hannah Hart) gemeinsam? Außer dass sie nett anzusehen sind? Jede Menge Fans, Follower, Freunde oder wie auch immer das je nach Plattform heißt …

Als Beispiel möchte ich hier nur iJustine anfĂŒhren: YouTube 1.334.798 Follower/267.894.561 Videoaufrufe, Twitter 1.458.383 Follower, Instagram 344.731 Follower, Google+ 868.681, Pinterest 1.741, dazu kommen noch Tumblr, Flickr, GetGlue, DailyBooth und unzĂ€hlige andere Plattformen darĂŒber hinaus … Manche der Damen sind noch erfolgreicher, manche etwas weniger …

Was, wie, warum, wieso?

Was tun also all diese Damen? Im Endeffekt vermarkten sie “nur” sich selbst – spannend ist aber, dass sie mit ihren Alltagsthemen (klicken Sie sich ruhig mal durch die diversen YouTube-Channel) und der vollumfĂ€nglichen Vernetzung aller möglichen Plattformen offensichtlich den Nerv von Unmengen junger Internetuser passgenau treffen. FĂŒr viele von uns sind die Videos und auch die Fotos wahrscheinlich einfach nur banal und fĂŒr uns selbst irrelevant – fĂŒr Leute, die jĂŒnger sind als wir “alte Experten”, ist das offensichtlich genau das Gegenteil. Und ich glaube wir könnten viel von ihnen lernen …

BotschafterInnen fĂŒr unsere Arbeitgebermarken?

Was meine ich mit viel? Einerseits ist es durchaus erlaubt, sich hin und wieder eines dieser Videos anzusehen – das bringt uns vielleicht ein besseres VerstĂ€ndnis fĂŒr diese Generation und lĂ€sst uns eventuell auf Themen stoßen, die auch fĂŒr unsere Kommunikation relevant sein könnten.

Was mich aber viel mehr beschĂ€ftigt, ist die Frage, ob es nicht auch möglich wĂ€re junge Leute zu finden, die in Ă€hnlicher Weise ĂŒber sich und ihr Umfeld berichten – und dabei (ungesteuert und unbeeinflusst) auch ĂŒber ihren Arbeitgeber berichten.

Welche (kleinere und grĂ¶ĂŸere) HĂŒrden und Fallen gibt es dabei?

  • Im Endeffekt geht es eigentlich um nichts Anderes als wir mit fĂŒr unser Unternehmen bloggenden Mitarbeitern ohnehin schon machen. Nur (hoffentlich) deutlich intensiver.
  • Ein bisschen KreativitĂ€t und GespĂŒr fĂŒr Geschichten (neudeutsch: Storytelling) vorausgesetzt, hĂ€lt sich der Aufwand in Grenzen, die technischen Herausforderungen sind bewĂ€ltigbar. Es sind ja keine Hochglanzvideos mit Kran, Drohne oder Ähnlichem nötig …
  • Im Zentrum der AktivitĂ€ten dieser Damen steht in aller Regel ein Blog bzw. eigentlich ein YouTube-Channel im Hintergrund – an diesen Blog knĂŒpfen dann andere Social Networks an. Technisch keine Hexerei – so wĂŒrde ich mir einen Kommunikationsauftritt eines Arbeitgebers vorstellen.
  • Allerdings: Welche/r MitarbeiterIn stellt sich langfristig (langfristig weil ja auch hier ein Markenaufbau nötig ist) dafĂŒr zur VerfĂŒgung? Letztlich kommt sehr viel Privates ans Licht der Öffentlichkeit, eine gehörige Portion “Darstellungsdrang” gehört da wohl dazu … Bei Randstad Professionals ist zu diesem Thema heute ĂŒbrigens ein schöner Blogpost veröffentlicht worden: Markenbotschafter im Einsatz fĂŒr das Recruiting
  • Was im erwĂ€hnten Blogpost nicht angesprochen wird: Was passiert, wenn diese/r MitarbeiterIn das Unternehmen verlĂ€sst? Da er/sie hoffentlich als Marke etabliert ist, ist diese Community wohl großteils weg …

Videobeispiele