Mobile Recruiting anno 2013

Sebastian Manhart 25.03.2013 10:00 0
Mobile Recruiting anno 2013

Die Jungs von atenta in Hamburg sind nicht nur wegen ihres Blogs Wollmilchsau seit langem ein Fixstern am Online-Himmel der HR-Szene. In regelmäßigen Abständen liefern sie auch mit ihren Studien für viele Unternehmen enorm wichtige Fakten. Heute ist ihre Studie zum mobile Recruiting erschienen, bei der Karriere-Webseiten aller börsennotierten deutschen Unternehmen aus DAX, TecDax, M-Dax und S-Dax auf Ihre mobile Candidate Experience hin untersucht wurden. Hier gibt es alle weiteren Informationen dazu.

Im Februar ist zudem das neueste Ranking von Potentialpark erschienen, das thematisch ähnlich angesiedelt ist. Ich durfte die Präsentation der damals brandneuen Untersuchung von Christoph Skrobol bei den m-days in Frankfurt mitverfolgen. Zudem zur (mobilen) Internetnutzung generell empfehlenswert: ARD-ZDF-Onlinestudie 2012

Key Facts

Aus diesen beiden Quellen, die ich jedem Unternehmen ans Herz legen möchte, würde ich die folgenden Kernerkenntnisse ziehen:

  • rund 7% der untersuchten Karriere-Webseiten sind über mobile Geräte nicht erreichbar (atenta)
  • 93% der erreichbaren Karrierewebseiten sind nicht mobil-optimiert (atenta)
  • 89% der Jobsuchenden suchen auf Karriere-Website – 91% davon suchen nach offenen Positionen, 88% wollen sich bewerben (Potentialpark)
  • 13% der Jobsucher verwenden dazu ihr Smartphone – weltweit sind es schon 26% (Potentialpark)

Mobile Recruiting-Studie 2013 from atenta

Der Blick nach Österreich

Ich habe mir die mobilen Karrierewebsites der ATX-Unternehmen angesehen (Für meine deutschen Leser: Der ATX ist in etwa das Gegenstück zum DAX). Haben die “Großen” ordentliche Karriere-Websites?

Warum ATX? Oft hört man, dass die fehlenden Ressourcen der ausschlaggebende Grund dafür sind, dass entweder keine ordentliche Karriere-Website vorhanden ist oder dass ihre Inhalte nur sehr stiefmütterlich behandelt und gepflegt werden. Demzufolge müssten diese – für österreichische Verhältnisse – “Riesen” ja die besten Seiten haben … Einschränkend habe ich mir erwartet, dass in großen Konzernen aus diversen Gründen (CI, Sicherheit, umfangreiche Inhalte, im Hintergrund angebundene Anwendungen, …) ein recht enges Korsett für Internetauftritte besteht, das letztlich Erscheinungsbild und auch Usability limitiert. Solche Limitierungen könnten unter Umständen mit ausgelagerten Teilen des Auftritts (zB einem Karriere-Blog) umgangen werden – was aber unternehmensintern sicher nicht einfach durchzuboxen ist.

Screenshot-Galerie

Bei einem Blick in die Galerie wird eines klar: Angekommen ist mobile in Österreich noch ganz und gar nicht. Es scheint ganz so, dass alle meinen “Wieso sollten wir etwas können, was der große Bruder nicht kann?”. Darum:

Zu den Facts:

  • 20 untersuchte Websites
  • 20 sind mobil erreichbar
  • 11 verfügen über von der Startseite aus verlinkte Karriere-Infos
  • 8 sind für mobile Zugriffe optimiert
  • 2 (Immofinanz, Verbund) haben mobil optimierte Karriere-Infos
  • Alle Screenshots stammen vom 24.03.2013